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Golfschwung nach der Winterpause verbessern – so kommst du in 3 Schritten wieder ins Spiel

  • 9. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. Mai

Jedes Jahr dasselbe Bild: Die ersten Bälle der Saison fliegen irgendwo hin, nur nicht dorthin, wo sie sollen. Die Drehung fehlt, der Treffmoment ist weg, und das Selbstvertrauen auch. Ich kenne das aus hunderten Stunden mit meinen Spielern – und ich kenne die Lösung.


Lass mich direkt mit dem häufigsten Fehler anfangen, den ich auf der Übungswiese beobachte: Wenn es nicht läuft, wird das Tempo erhöht. Das ist menschlich, aber es ist kontraproduktiv. Du hast nichts verlernt. Mobilität, Setup und Rhythmus sind nach der Winterpause einfach noch nicht wieder im Gleichgewicht.


Ich habe noch keinen Golfer getroffen, der seinen Schwung über den Winter vergessen hat. Was fehlt, ist der Körper – nicht der Kopf.



Der Schlüssel: Die richtige Reihenfolge im Golftraining


Ein guter Saisonstart hat eine Struktur. Wer diese Reihenfolge einhält, spart sich Frust und kommt schneller ins Spielgefühl:


  1. Mobilität verbessern

  2. Setup und Ballposition überprüfen

  3. Rhythmus und Balance entwickeln


Meine Faustregel: 20 saubere Bewegungen bringen dich weiter als 100 schnelle Schwünge. Immer.



1. Mobilität: Die Basis für einen guten Golfschwung


Nach dem Winter ist der Oberkörper oft steif. Schultern und Brustwirbelsäule bewegen sich nicht so frei wie im Sommer – und das merkst du sofort im Schwung. Wenn die Rotation fehlt, übernehmen die Arme. Der Treffmoment wird unzuverlässig, Bälle gehen links, rechts, irgendwo.


Übung, die ich meinen Schülern als erstes gebe:

Geh in deine Rückschwung-Position. Als Rechtshänder stützt du mit der linken Hand deinen rechten Arm und drückst ihn sanft nach hinten – bis du Spannung im Oberkörper spürst. Drei Atemzüge halten, Seite wechseln, wiederholen..


Wichtig: Beine und Becken bleiben dabei stabil. Nur so entsteht die richtige Spannung – und nicht irgendeine zufällige Dehnung.



2. Setup und Ballposition – hier entstehen die meisten Fehler


Das klingt erstmal super unspektakulär, aber ich erlebe es jede Woche: Ein schlechter Treffmoment liegt oft gar nicht am Schwung, sondern an der Ausgangsposition. Wenn du aus einem falschen Setup schwingst, baust du automatisch Ausgleichsbewegungen ein – und die machen alles komplizierter.


Darauf solltest du achten:

  • Schlagfläche zeigt zum Ziel

  • Körper parallel zur Ziellinie ausgerichtet

  • Ballposition passend zum Schläger gewählt

  • Oberkörper aufrecht, nicht zusammengesackt


Ballposition (Rechtshänder):

  • Driver: Innenseite linke Ferse

  • Fairwayholz / Hybrid: leicht Richtung Mitte

  • Eisen: Mittig



3. Rhythmus und Balance – das Gefühl, das du vermisst


Viele Golfer pendeln nach der Winterpause zwischen zu langsam und zu schnell. Beides funktioniert nicht. Was du brauchst, ist ein verlässliches Tempo-Gefühl – und das trainierst du am besten mit einem einfachen Drill, den ich fast in jeder Stunde einsetze.


Der 4-Ball-Drill

Nimm ein Eisen 7 und schlage vier Bälle hintereinander: kurz, mittel, lang, voll. Der Schwung bleibt in der Größe gleich – nur das Tempo verändert sich. Finish immer zwei bis drei Sekunden stabil halten.


Warum das funktioniert: Du trainierst damit gleichzeitig Distanzgefühl, Tempokontrolle und Balance – ohne über deinen Schwung nachzudenken. Genau das ist der Punkt.



Was tun wenn das trotzdem nicht klappt?


Mehr Tempo bringt nur mehr Fehler?

Reduziere die Geschwindigkeit bewusst und arbeite zuerst am Rhythmus. Tempo ist das Letzte, woran du arbeiten solltest – nicht das Erste.


Unsauberer Kontakt trotz gutem Schwunggefühl?

Überprüfe zuerst Ausrichtung und Ballposition, bevor du deinen Schwung analysierst. In neun von zehn Fällen liegt es am Setup.


Die Übungen helfen nicht?

Kontrolliere, ob Becken und Knie stabil bleiben. Wenn sich alles dreht, dreht sich auch nichts richtig.



Fazit: Golfschwung verbessern mit System


Wenn du nach der Winterpause deinen Golfschwung verbessern willst, kommt es nicht auf Kraft an, sondern auf die richtige Reihenfolge:

Mobilität → Setup → Rhythmus


Wenn du dabei Unterstützung willst oder weißt, dass du mit einem frischen Blick von außen schneller vorankommst – ich bin in Pleiskirchen und Vilsbiburg für dich da.



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