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Driver richtig schlagen: Setup, Loft, Schaft und Schwung einfach erklärt

vor 5 Tagen
6 Min. Lesezeit

Möglichst wenig Loft, ein möglichst harter Schaft und dann einfach kräftig draufhauen – so entsteht nicht automatisch ein guter Drive. Entscheidend ist, dass Driver, Setup und Schwung zu dir passen und du die Bewegung wiederholen kannst.

Wenn du deinen Driver richtig schlagen möchtest, solltest du deshalb nicht nur auf den Schwung schauen. Schon die Kombination aus Loft und Schaft beeinflusst, wie gut der Driver zu dir passt. Anschließend schaffen Tee-Höhe, Ballposition und Ansprechposition die Voraussetzungen dafür, dass du den Schläger vernünftig durch den Ball bewegen kannst.

In diesem Artikel zeige ich dir die wichtigsten Grundlagen aus meiner Sicht als Golflehrer.

Ein guter Driver beginnt mit dem passenden Schläger

Bevor wir über den eigentlichen Schwung sprechen, lohnt sich ein Blick auf den Driver selbst.

Gerade am Anfang der Golfkarriere würde ich nicht automatisch zu möglichst wenig Loft greifen. Als Orientierung spreche ich im Video von etwa 10,5 bis 11,5 Grad Loft.

Weniger Loft bedeutet nicht automatisch mehr Länge. Entscheidend ist, ob du mit der gewählten Kombination einen vernünftigen Ballflug erzeugen kannst.

Genauso wichtig ist der Schaft.

Der härteste Schaft ist nicht automatisch der beste

Beim Driver gibt es unterschiedliche Schäfte. Sie unterscheiden sich unter anderem in ihrer Härte und ihrem Gewicht.

Im Schwung biegt sich ein Schaft. Deshalb sollte er zu der Art passen, wie du den Schläger bewegst. Ein möglichst harter Schaft ist nicht automatisch die beste Lösung.

Für mich gehören Loft und Schaft immer zusammen betrachtet.

Wenn du dir nicht sicher bist, welche Kombination für deinen Schwung geeignet ist, ist ausprobieren sinnvoller als raten. Bei ZGOLF kannst du dich beispielsweise über die Produktdemo für Srixon, Cleveland und XXIO oder die Produktdemo für ONOFF informieren und unterschiedliche Schlägerkonzepte kennenlernen.

Driver-Setup: So schaffst du die richtige Ausgangsposition

Wenn der Driver zu dir passt, kommt der nächste wichtige Punkt: dein Setup.

Die Ausgangsposition entscheidet mit darüber, ob du den Ball später in der gewünschten Bewegung treffen kannst.

Wie hoch solltest du den Driver aufteen?

Als einfache Orientierung kannst du den Driver hinter den aufgeteeten Ball stellen.

Ungefähr die Hälfte des Balls sollte über die Oberkante des Driverkopfs hinausragen.

Damit hast du eine klare und leicht wiederholbare Ausgangsposition.

Wo sollte der Ball beim Driver liegen?

Beim Rechtshänder liegt der Ball weit vorne im Stand.

Ich positioniere ihn ungefähr an der Innenkante des linken Fußes.

Das unterstützt die Idee, den Ball mit dem Driver nicht wie ein kurzes Eisen von oben zu treffen, sondern ihn in einer Aufwärtsbewegung zu erwischen.

Wo sollten die Hände stehen?

Ein Punkt, den ich im Training häufig sehe: Die Hände werden beim Ansprechen zu weit nach vorne geschoben.

Beim Driver möchte ich die Hände ungefähr auf Höhe des linken Innenschenkels sehen.

Dadurch stehen sie im Verhältnis zum Ball weiter hinten und du schaffst bessere Voraussetzungen für den gewünschten Treffmoment.

Auch die Arme solltest du nicht künstlich nach vorne strecken. Lass sie in der Ansprechposition möglichst natürlich nach unten hängen.

Wie breit solltest du beim Driver stehen?

Der Driver ist der längste Schläger im Bag. Entsprechend brauchst du eine stabile Ausgangsposition.

Als Orientierung kannst du ungefähr schulterbreit stehen.

Der Stand sollte breit genug sein, damit du während der Bewegung stabil bleibst. Gleichzeitig musst du dich weiterhin frei drehen und schwingen können.

Es geht also nicht darum, möglichst breit zu stehen, sondern eine stabile Position zu finden, aus der du den Driver kontrolliert bewegen kannst.

Warum du den Driver aufwärts treffen möchtest

Die weit vorne liegende Ballposition und die Position der Hände haben einen Zweck:

Du möchtest den Ball mit dem Driver in einer Aufwärtsbewegung treffen.

Deshalb unterscheidet sich das Driver-Setup von vielen Schlägen mit kürzeren Schlägern.

Wenn du bereits in der Ansprechposition alles so aufbaust, dass du den Driver wie ein kurzes Eisen behandeln musst, machst du dir den späteren Treffmoment unnötig schwer.

Das Setup soll dir helfen, die gewünschte Bewegung überhaupt erst möglich zu machen.

Im Rückschwung braucht der lange Driver genügend Raum

Es gibt im Golf nicht nur eine einzige Schwungvariante, die funktionieren kann.

Mir geht es beim Driver vor allem um eine Bewegung, die du wiederholen kannst.

Der Driver ist der längste Schläger in deinem Bag. Deshalb braucht er auch ausreichend Raum.

Ein häufiger Fehler ist ein sehr kurzer Rückschwung, bei dem der Schläger nicht weit genug hinter den Spieler kommt.

Ich möchte, dass du dem Driver im Rückschwung genügend Platz gibst und ihn weit genug hinter dich bewegst.

Dabei geht es nicht darum, möglichst extrem auszuholen. Du willst eine Position schaffen, aus der du genügend Raum und Zeit hast, den Schläger anschließend wieder nach unten und zum Ball zu bewegen.

Im Abschwung nicht nur ziehen

Beim Abschwung sieht man häufig den Versuch, die Hände möglichst lange nach vorne zu ziehen und den Schlägerkopf weit hinter dem Körper zu halten.

Auch solche Bewegungen können funktionieren.

Für einen möglichst wiederholbaren Driver-Schwung bevorzuge ich aber eine andere Vorstellung: Der Schläger soll auch wirklich schwingen dürfen.

Wenn du den Schlägerkopf möglichst lange hinter dir hältst, musst du ihn irgendwann trotzdem wieder zum Ball bekommen.

Mein Ziel ist deshalb, Hände und Schläger im Abschwung nach unten zu bringen und gleichzeitig zuzulassen, dass sich der Schlägerkopf wieder nach vorne bewegt.

Es geht nicht darum, den Driver oben im Rückschwung einfach unkontrolliert wegzuwerfen.

Es geht darum, den Schläger nicht künstlich festzuhalten.

Eine einfache Übung für den Release

Ein gutes Gefühl dafür kannst du mit einer einarmigen Übung entwickeln.

Wenn du Rechtshänder bist, nimm den Driver nur in die rechte Hand.

Schwinge den Schläger nach hinten und versuche anschließend, den Schlägerkopf wieder bewusst in Richtung Ball zu bewegen.

Bei dieser Übung spielt die Schlagweite zunächst keine Rolle.

Du musst damit keinen langen Drive schlagen. Es geht nur darum, ein Gefühl dafür zu bekommen, dass der Schlägerkopf aus seiner Position hinter dir wieder nach vorne schwingen darf.

Diese Bewegung kannst du anschließend wieder in deinen normalen Schwung übernehmen.

Drehen statt den Körper künstlich zu kippen

Während der Driver nach vorne schwingt, bewegt sich natürlich auch dein Körper.

Ich spreche dabei bewusst von Drehen.

Du musst deinen Körper nicht künstlich in eine bestimmte Position kippen, um einen vermeintlich perfekten Driver-Schwung nachzubauen.

Der Schläger soll um dich herum schwingen können, während dein Körper die Bewegung begleitet.

Auch hier steht für mich die Wiederholbarkeit im Vordergrund.

Eine theoretisch extreme Bewegung bringt dir wenig, wenn du sie auf dem Golfplatz nicht zuverlässig reproduzieren kannst.

Den Durchschwung nicht künstlich bauen

Ähnlich sieht es beim Durchschwung aus.

Du musst nach dem Treffmoment nicht versuchen, den Schläger künstlich in eine bestimmte Endposition zu bringen.

Wenn du ihn im Abschwung vernünftig bewegst und anschließend laufen lässt, wird er sich weiter um deinen Körper bewegen.

Ein guter Kontrollpunkt ist deine Balance.

Wenn dich dein Schwung regelmäßig aus dem Stand bringt, lohnt es sich zu prüfen, wie du den Schläger bewegst und wohin deine Bewegung geht.

Wenn Driver und Körper vernünftig zusammenarbeiten, solltest du den Schwung stabil beenden können.

Wiederholbarkeit ist wichtiger als die theoretisch maximale Länge

Beim Driver geht es natürlich auch um Länge.

Trotzdem sollte die Frage nicht nur lauten:

Wie bekomme ich noch ein paar Meter mehr?

Viel wichtiger ist zunächst:

Kann ich diese Bewegung regelmäßig wiederholen und den Ball vernünftig treffen?

Genau deshalb betrachte ich Driver, Setup und Schwung als Einheit.

Ein Schläger, der zu dir passt, eine reproduzierbare Ausgangsposition und eine Bewegung, die du kontrollieren kannst, sind eine bessere Grundlage als eine möglichst extreme Technik.

Wenn du merkst, dass dein eigener Driver-Schwung trotz dieser Grundlagen nicht stabil wird, kann ein gezieltes Driver-Training für mehr Länge und Kontrolle helfen, dein individuelles Schlagbild genauer anzuschauen.

Driver richtig schlagen: Die wichtigsten Punkte

Wenn du deinen Driver richtig schlagen möchtest, achte vor allem auf diese Grundlagen:

  • Wähle Loft und Schaft so, dass sie zu deinem Schwung passen.

  • Weniger Loft und ein härterer Schaft sind nicht automatisch besser.

  • Tee den Ball so auf, dass ungefähr die Hälfte über den Driverkopf hinausragt.

  • Positioniere den Ball beim Rechtshänder ungefähr an der Innenkante des linken Fußes.

  • Schiebe die Hände beim Ansprechen nicht unnötig weit nach vorne.

  • Sorge für einen stabilen Stand.

  • Gib dem langen Driver im Rückschwung genügend Raum.

  • Zieh den Schläger im Abschwung nicht künstlich lange hinter dir her.

  • Lass den Schlägerkopf wieder nach vorne schwingen.

  • Versuch nicht, den Durchschwung künstlich zu bauen.

  • Achte darauf, dass du den Schwung stabil und in Balance beenden kannst.

Der beste Driver-Schwung ist nicht zwangsläufig derjenige, der theoretisch die höchste Geschwindigkeit erzeugt.

Entscheidend ist, dass Schläger, Setup und Bewegung zu dir passen und du deinen Abschlag wiederholen kannst.



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