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Golf lernen: Die Pendelübung für Golf-Einsteiger

vor 3 Tagen
3 Min. Lesezeit

Du stehst zum ersten Mal mit einem Golfschläger auf der Range. Du möchtest loslegen, aber schon kommen die ersten Fragen: Wie greife ich? Wie weit stehe ich vom Ball weg? Und wie soll ich überhaupt schwingen?


Beim Golf lernen kannst du dich schnell in technischen Einzelheiten verlieren. Für den Anfang gebe ich dir deshalb eine überschaubare Aufgabe: Lass den Schläger hin und her pendeln und lerne erst einmal kennen, wie sich diese Bewegung anfühlt.


Mit der Pendelübung entwickelst du ein Gefühl für den Schlägerkopf. Danach kommen die ersten Bälle dazu. So kannst du Schritt für Schritt beginnen.



Golf lernen beginnt mit Schwunggefühl


Bei der ersten Übung steht der Ballkontakt noch nicht im Mittelpunkt. Du sollst spüren, wie der Schläger schwingt und sich hin und her bewegt.


Wenn du von Anfang an jeden Ball perfekt treffen möchtest, beschäftigst du dich schnell mit vielen Dingen gleichzeitig. Die Pendelbewegung gibt dir einen einfachen Ausgangspunkt: Du wiederholst die Bewegung und beobachtest, ob der Schläger regelmäßig an derselben Stelle den Boden berührt.


Dieses Schwunggefühl ist das erste Ziel. Die weiterführende Golftechnik kommt später dazu.


So bereitest du die Pendelübung vor


Für die Übung empfehle ich dir ein 7 Eisen. Die Griffanordnung beschreibe ich hier für


Rechtshänder.

  1. Greife den Schläger mit der linken Hand oben und der rechten Hand darunter. Für den Einstieg bleibt die Grifferklärung bewusst einfach.

  2. Stelle dich so hin, dass der Schläger mittig zwischen deinen Füßen aufsetzen kann.

  3. Lass deine Arme locker nach unten hängen.

  4. Beuge dich etwas nach vorne. Probiere aus, welche Vorbeuge sich für dich passend anfühlt.

  5. Beginne, den Schläger hin und her zu pendeln.


Du musst deine Position dafür nicht schon bis ins letzte Detail festgelegt haben. Die Bewegung hilft dir, dich an den Schläger und deinen Stand heranzutasten.


Gleichmäßig pendeln und das Gewicht mitnehmen


Beim Pendeln bewegt sich dein Gewicht mit: Schwingst du nach rechts, geht das Gewicht nach rechts. Schwingst du nach links, geht es nach links.


Achte dabei darauf, dass der Schläger gleichmäßig hin und her schwingt und regelmäßig in der Mitte aufsetzt. Genau diese Wiederholbarkeit ist die Aufgabe.


Wiederhole die Bewegung zehn-, zwanzig- oder dreißigmal. Die Zahl ist dabei nicht das eigentliche Ziel. Entscheidend ist, dass du die Mitte zunehmend regelmäßig findest.


Wenn der Schläger jedes Mal an einer anderen Stelle aufsetzt, bleib zunächst bei dieser Übung. Sobald der Bodenkontakt regelmäßig wird, kannst du die Golfbälle dazunehmen.


Mit drei Golfbällen zu den ersten Schlägen


Für den nächsten Schritt nehme ich gerne drei Golfbälle. Du kannst auch mit mehr oder weniger Bällen arbeiten.


  1. Lege die Bälle in einer Reihe bereit. Die Ballreihe liegt mittig zwischen deinen Füßen.

  2. Greife den Schläger wie zuvor beschrieben.

  3. Beginne wieder mit der Pendelbewegung. Der Schläger soll regelmäßig mittig am Boden aufsetzen.

  4. Nimm dein Gewicht weiterhin mit der Bewegung mit.

  5. Wenn das Pendeln gleichmäßig läuft, gehe nach und nach durch die Bälle und schwinge locker nach vorne aus.


Der Übergang zum Ball entsteht aus der Bewegung, die du bereits geübt hast. Behalte deshalb das Hin- und Herpendeln als Ausgangspunkt bei.


Diese Übung darf dich in deinen ersten Golfstunden begleiten. Wiederhole sie immer wieder, damit du mit der Bewegung vertrauter wirst.


Welcher Schläger passt für diese Übung?


Meine erste Wahl ist das 7 Eisen. Damit würde ich diese Pendelübung beginnen.


Wenn du ein anderes Eisen verwendest, würde ich eher zum 8 oder 9 Eisen greifen als zum 5 oder 6 Eisen.


Die Schlägerempfehlung bezieht sich auf diese konkrete Einstiegsübung. Hier geht es darum, deine Schwungbewegung kennenzulernen.


Wie du deinen Abstand zum Ball findest


Deinen Abstand kannst du über das wiederholte Pendeln erkunden. Beobachte, an welcher Stelle der Schläger regelmäßig auf dem Boden aufsetzt.


Wenn du aufrechter stehst, liegt dieser Punkt näher bei dir. Beugst du dich weiter nach vorne, setzt der Schläger weiter von dir entfernt auf.


So bekommst du ein Gefühl dafür, wie deine Haltung und der Abstand zusammenhängen. Über die Jahre hat sich im Unterricht gezeigt, dass viele Einsteiger durch dieses Hin- und Herpendeln ihre Position finden.


Wie du mit einem Golflehrer weiterarbeitest


Die Pendelübung hilft dir, einen Bewegungsfluss und ein erstes Schwunggefühl zu entwickeln. Eine optimale Golftechnik entsteht dadurch allein noch nicht.


Arbeite deshalb im weiteren Verlauf mit einem Golflehrer an deinem Griff, deinem Grundsetup und der weiterführenden Technik. Durch die Übung hast du bereits erlebt, wie sich der Schläger bewegt und wie dein Abstand mit dem Bodenkontakt zusammenhängt.


Wenn du Golf angeleitet ausprobieren möchtest, kannst du Golf in einem Schnupperkurs kennenlernen.


Auch später kannst du auf die Pendelübung zurückkommen. Wenn du auf der Range einmal deinen Rhythmus verloren hast, kann sie dir helfen, wieder in die Bewegung hineinzufinden.


Nimm dir für diesen einfachen Einstieg Zeit. Pendle regelmäßig, finde die Mitte und gehe dann zu den ersten Bällen über.


Viel Spaß beim Ausprobieren – und bis bald auf dem Golfplatz.

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